Bauwens, Iacomella – Die Peer to Peer Ökonomie und eine neue commonsbasierte Zivilisation

Michel Bauwens und Franco Iacomella

Die Peer-to-Peer-Vision (P2P) für Wirtschaft und Gesellschaft basiert nicht auf einem utopischen Ideal; sie besteht vielmehr in der Verallgemeinerung jener Formen von Peer-Produktion, Peer-Governance und Peer-Besitz, die derzeit schon im Entstehen sind.1 Die Vision einer neuen Zivilisation und eines neuen Wirtschaftssystems beginnt mit der Analyse der grundlegenden Fehler dessen, was ist. Die Kritik an den Fehlfunktionen des gegenwärtigen Wirtschaftssystems lässt sich in drei wesentlichen Punkten zusammenfassen:

  1. Die gegenwärtige Politische Ökonomie basiert auf einer falschen Vorstellung von materieller Fülle. Wir bezeichnen sie als Pseudo-Fülle. Sie beruht auf den Zielsetzungen andauernden Wachstums, endloser Kapitalakkumulation und einer schuldengetriebenen Zinsdynamik. Ein solches Wirtschaften kann natürlich nicht nachhaltig sein, da endloses Wachstum in einem physikalisch begrenzten, endlichen System logisch und physikalisch unmöglich ist.2
  2. Die gegenwärtige Politische Ökonomie basiert auf einer falschen Vorstellung von immaterieller Knappheit. Sie glaubt, dass sich mit einer übertriebenen Menge und Vielfalt von Monopolrechten, die auf der Idee des »Geistigen Eigentums« beruhen – etwa Urheberrechte, Marken und Patente – das Teilen wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Innovationen verhindern ließe.3 Daher untergräbt sie die Grundlagen der menschlichen Zusammenarbeit, schließt viele Menschen von der Nutzung von Innovationen aus und behindert das gemeinsame Lernen. In einem Zeitalter enormer globaler Herausforderungen führt diese Art des Wirtschaftens dazu, dass viele praktikable Alternativen hinter privaten Schutzwällen eingeschlossen bleiben oder gar nicht erst finan ziert werden, weil sie keinen ausreichenden Profit versprechen.4
  3. Pseudo-Fülle, die die Biosphäre zerstört, und künstliche Knappheit, die Innovationen gezielt blockiert oder verlangsamt, bringen uns in Sachen sozialer Gerechtigkeit nicht voran. Zwar mögen die Menschen in Bezug auf ihre bürgerlichen und politischen Rechte gleichgestellt sein, aber die zunehmende materielle Ungleichheit macht diese Rechte häufig zur Makulatur. Und ein weiteres Extrem ist, dass die Gesellschaft dem juristischen Konstrukt des profitorientierten Unternehmens Rechte zugesteht, die eigentlich nur Einzelpersonen besitzen können.5 Dabei ist das profitorientierte Unternehmen aus der Perspektive unserer Rechte pathologisch, da es ausschließlich den eigenen Shareholdern verpflichtet ist und das Allgemeinwohl gar nicht berücksichtigen kann. Diese Unternehmensform funktioniert wie eine Maschine, die die negativen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft so weit wie möglich ignoriert. Mithin ist der von solchen Institutionen getriebene Kapitalismus selbst ein Mechanismus, der nicht nur auf Knappheit beruht, sondern künstliche Knappheit sogar gezielt herstellt; steril gemachtes Saatgut, das sogenannte Terminator-Saatgut, das von Monsanto entwickelt wurde, ist dafür ein eindrückliches Beispiel.6 Terminator-Saatgut wird so manipuliert, dass es sich nicht selbst reproduzieren kann, wodurch nicht nur die Kreisläufe der Fülle spendenden Natur unterbrochen werden, sondern die Bauern auch in dauerhafte Abhängigkeit der Unternehmen geraten, die Saatgut verkaufen.
  4. Diese Analyse legt nahe, dass jede Alternative für den gegenwärtigen Kapitalismus die drei genannten Punkte gemeinsam angehen muss: Die Produktionsweise muss das dauerhafte Überleben, die nachhaltige Nutzung und das Gedeihen der Biosphäre sichern. Sie muss das Teilen von Wissen und sozialen Innovationen fördern. Und sie muss auf der Erkenntnis aufbauen, dass soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit nur unter Berücksichtigung der tatsächlichen Begrenztheit der Natur und der tatsächlichen Fülle von Wissen und Innovationen möglich sind.

    Vision, Werte und Ziele

    Die gegenwärtige Gesellschaft besteht aus drei Sphären: einer öffentlichen Sphäre, die durch den Staat und die Behörden dominiert wird; einer privaten Sphäre der profitmaximierenden Unternehmen; und einer Sphäre der Zivilgesellschaft, in der die weniger Privilegierten mit erheblichen Mühen ihre Rechte und Interessen zum Ausdruck bringen und durchzusetzen versuchen. Auch die Vision einer Peer-to-Peer-Zivilisation beruht auf diesen drei gesellschaftlichen Sphären – Staat, Markt und Gesellschaft –, aber in anderen Rollen und in einem neu austarierten Gleichgewicht. Im Zentrum dieser neuen Gesellschaft steht hier die Zivilgesellschaft, die im Wesentlichen nach Commons-Prinzipien organisiert ist und funktioniert. Sie schafft durch die Peer-Produktion außerhalb der Marktlogik gesellschaftlichen Nutzen. Dabei schöpft sie aus den Gütern, die uns gemeinsam gehören – sowohl aus dem natürlichen Erbe der Menschheit (Meer, Atmosphäre, Land usw.) als auch aus jenen Commons, die durch kollektive Innovationen erzeugt und häufig aufgrund ihrer immateriellen Natur frei geteilt werden können (Wissen, Software und Design, Kultur und Wissenschaft). In der Zivilgesellschaft gibt es eine große Spannbreite von Aktivitäten, die strukturell vorteilhaft für die Commons sind – nicht nur indirekt und hypothetisch, wie die Metapher der »unsichtbaren Hand« es behauptet, sondern ganz direkt. Denn Verfasstheit und Strukturen vieler sozialer Organisationen sind direkt darauf ausgerichtet, dem Gemeinwohl zu dienen. In dieser Sphäre gibt es Institutionen wie Trusts[7 . Zu diesem Begriff siehe den Beitrag von James Quilligan in diesem Buch (Anm. der Hg.).], die materielle Ressourcen für die gemeinsame Nutzung verwalten (beispielsweise Land-Trusts7 und Naturschutzgebiete), und gemeinnützige Organisationen, die dazu beitragen, die kooperative Infrastruktur kultureller und digitaler Commons zu erhalten. Ein sehr bekanntes Beispiel aus dem Bereich des Freien Wissens ist die Wikimedia Foundation, die die technologische Fortentwicklung der Wikipedia finanziert. In ähnlicher Weise unterstützen die Linux Foundation und die Apache Foundation zwei der wichtigsten Communitys der Freien Software. Diese Organisationen funktionieren nicht wie klassische NGOs, die mit hierarchischen Befehlsstrukturen und bezahltem Personal Mittel an Projekte verteilen; vielmehr nutzen sie ihre Ressourcen und ihre Glaubwürdigkeit, um bezahlten und unbezahlten Beitragenden zu helfen, ihre Commons auf der Grundlage gemeinsamer Entscheidungen weiterzuentwickeln.
    Um diesen Kern einer neuen Zivilisation herum gibt es weiterhin eine private Sphäre, in der Marktteilnehmer mit privater Agenda und privaten Kontrollmechanismen Mehrwert im Umfeld der Commons erzeugen. Jedoch wird aufgrund der pathologischen und destruktiven Natur profitmaximierender Unternehmen in der Peer-to-Peer-Wirtschaft der private Sektor so reformiert werden müssen, dass er ethischeren Zielen dient: durch geeignete Besteuerung und verschiedene Modelle, um Einkommen zu teilen und Nutzungsmöglichkeiten zu fördern, die positive externe Effekte haben (zum Beispiel Infrastruktur, geteiltes Wissen); sowie durch Steuern und Nutzungsgebühren, die nach Möglichkeit negative externe Effekte verringern (zum Beispiel Verschmutzung, Übernutzung kollektiver Ressourcen).8
    Kooperative Unternehmen sind in dieser neuen Ökonomie die prominentere und am besten entwickelte Form der privaten Organisation. Unternehmen existieren also weiterhin, aber ihre Funktionslogik verändert sich so, dass sie den Wertvorstellungen der Commons entspricht. Stehen Commons und Commoners erst einmal im Zentrum der Produktion, werden sie sich vermutlich für jene Institutionen entscheiden, die dem Wertesystem der Commons am nächsten kommen. Heute existieren die Open-Source-Ökonomie, die auf geteilten Innovationen beruht, und die »ethische Ökonomie« reformorientierter Marktteilnehmer getrennt voneinander. Doch beide müssen sich weiterentwickeln und reifen, um zusammenkommen zu können. Als ein frühes Beispiel dafür kann die Anpassung von IBM an die Werte und Regeln der Linux-Community gelten, die zeigte, dass sogar Großunternehmen des alten Stils sich verändern können.9

    Es ist davon auszugehen, dass sich in dieser Dynamik neue Formen der Kooperation und des »verteilten Eigentums« herausbilden werden; dieser Trend wurde von Matt Cropp in dem Artikel »The Coming Micro-Ownership Revolution«10 beschrieben. Cropp verdeutlicht die direkte Verbindung zwischen der P2P-bedingten Verringerung der Transaktionskosten11 und der Verschiebung hin zu stärker verteilten Formen des Eigentums. Die neuen Unternehmensformen werden nicht mehr auf dem Eigentum von Shareholdern beruhen, sondern auf gemeinsamem Grundkapital, das von den Commoners selbst eingebracht wird.

    Daraus entsteht eine dritte Art von Commons, nennen wir sie »hergestellte materielle Commons«. Sie kommen zu den ererbten materiellen, natürlichen Commons und den hergestellten, »immateriellen« kulturellen Commons hinzu und bilden den Produktionsapparat der Menschheit (mit anderen Worten: ihr Kapital). Die neuen Formen verteilten individuellen Eigentums, welches freiwillig in gemeinsame Vorhaben und Projekte eingebracht wird, ähneln mehr den aggregierten Beiträgen, wie sie in der Peer-Produktion bereits üblich sind, als älteren Formen von Gemeineigentum.
    Wie unterscheiden wir nun zivilgesellschaftliche Organisationsformen von privaten Einheiten, die sich irgendwie sozial engagieren? Erstere orientieren sich insgesamt an der Idee der Commons, und sie tragen institutionell Verantwortung für die Commons, die wesentlich auf nichtmarktförmiger Kooperation beruht; die privaten Akteure dagegen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Commoners, die unter Nutzung von Commons Güter und Dienstleistungen für den Markt produzieren, um damit ihre gesellschaftliche Reproduktion als Individuen oder als Gruppe zu sichern. Beide »Sektoren« verbindet das gemeinsame Interesse am Erhalt der Commons.

    Über der zivilgesellschaftlichen Sphäre und der Marktsphäre liegt eine öffentliche Sphäre, die für das Allgemeinwohl insgesamt verantwortlich ist (da auch Commoners in erster Linie mit je »ihren« Commons beschäftigt sind). Der öffentliche Sektor etabliert die Parameter und die unterstützenden Strukturen, innerhalb derer die Commons operieren und mit deren Hilfe sie gedeihen können. Der öffentliche Sektor der P2P-Ökonomie ist jedoch weder eine Versorgungseinrichtung für Unternehmen im Dienste einer Finanzelite12 noch ein Wohlfahrtsstaat in paternalistischer Beziehung zur Gesellschaft, sondern vielmehr ein »Partnerstaat«, der der Gesellschaft dient und Verantwortung für die übergreifende Kontrolle der drei Sphären übernimmt. Der Partnerstaat unterstützt »die gemeinsame Produktion von gesellschaftlichem Nutzen in der zivilgesellschaftlichen Sphäre«, den »Markt« und damit die an gesellschaftlichen Zielen orientierten Aktivitäten der neuen privaten Sphäre, und er kümmert sich überdies um die öffentlichen Dienstleistungen zum Wohle aller.

    Es ist hier sehr wichtig, Markt und Kapitalismus voneinander zu unterscheiden. Märkte gibt es schon länger als den Kapitalismus, sie sind eine einfache Form zur Verteilung von Ressourcen, wobei Angebot und Nachfrage über ein Tauschmedium zusammengebracht werden. Dieser Verteilungsmechanismus ist an sich mit einer großen Spannbreite von Systemen kompatibel, die ihn schließlich dominieren können: etwa »gerechte Preise«, die Berechnung der echten Kosten (also die Internalisierung aller gesellschaftlichen Kosten), fairer Handel und andere. Der Markt setzt nicht voraus, dass Arbeit und Geld als Waren angesehen oder dass die Arbeiter von den Produktionsmitteln separiert werden. Märkte können auch anderen Logiken und Modalitäten untergeordnet werden – etwa jener des Staates oder jener der Commons.

    Der Kapitalismus dagegen, der von manchen als »Anti-Markt« (Braudel 1986) angesehen wird, erfordert unter anderem: erstens die Trennung der Produzenten von den Produktionsmitteln; zweitens unendliches Wachstum (entweder durch Konkurrenz und Kapitalakkumulation, wie von Karl Marx beschrieben, oder durch die Dynamik von Zins und Zinseszins, wie von Silvio Gesell dargestellt).
    In der Vision einer commonsbasierten Gesellschaft wird der Markt der Logik der Commons untergeordnet und durch den Partnerstaat reguliert. Er ist dann nur eine der hybriden Organisationsformen, die mit den Commons kompatibel sind. Diese Vision schließt auch die Entwicklung einer Gesellschaft nicht aus, die den Markt überflüssig macht, indem beispielsweise eine ressourcenbasierte Ökonomie an seine Stelle tritt.13 Wichtig ist jedoch, den Commoners und Bürgern die Freiheit zu geben, zwischen verschiedenen Mechanismen zu wählen und experimentell die besten Lösungen für die Verteilung knapper Ressourcen herauszufinden.
    Wesentliches Merkmal des neuen Systems: Die Commons bilden den neuen Kern, mit dem eine Reihe hybrider Mechanismen in produktiver Weise koexistieren können, darunter auch reformierte Markt- und Staatsformen.

    Individualität, Relationalität und Kollektivität

    Eine commonsorientierte Gesellschaft stellt nicht die Rückkehr zum vormodernen Holismus dar, bei dem das Individuum dem Ganzen untergeordnet wird; vielmehr beruht eine solche Gesellschaft auf der Anerkennung des Bedürfnisses nach Relationalität und Kollektivität freier und gleicher Individuen. Es ist demnach eine Gesellschaft des »kooperativen Individualismus«, nicht des Kollektivismus. Bereits heute lässt sich in der Peer-Produktion beobachten, wie Individuen ihre Beiträge freiwillig in einem gemeinsamen Projekt bündeln. Dies ist möglich, weil heutige Peer-Produzenten größere Kontrolle über ihre eigenen Produktionsmittel haben, als das in der Vergangenheit der Fall war. Sie verfügen über ihre Kreativität, ihre Computer und über Netzwerkzugang. Wir schlagen nun vor, diese Vision und Realität auf die Gesamtheit der Produktionsmittel zu erweitern. Sie sollte alle Bürger als Peer-Produzenten einbeziehen, so dass diese ihre Ressourcen einschließlich des physikalischen und finanziellen Kapitalbedarfs zusammentun und ihre Ziele in Abstimmung miteinander verfolgen können. Der Prozess, sich zusammenzuschließen, wird von dem Bedürfnis getragen, auf nachhaltige Weise gute Lebensbedingungen für alle herzustellen. In diesem Zusammenhang ist verteiltes Eigentum eine Garantie gegen den möglichen Missbrauch des Gemeineigentums, da die Individuen sich jederzeit zurückziehen und ihre immateriellen und materiellen Beiträge »forken«14 können. Die Vision: In einer künftigen Commons-Gesellschaft entsteht durch ein gleichmäßig verteiltes produktives Kapital eine gewisse Unabhängigkeit von den jeweils vor Ort verfügbaren materiellen Ressourcen.

    Wie lässt sich all das erreichen?

    Treibende gesellschaftliche Kraft der commonsbasierten P2P-Gesellschaft sind jene, die sich selbst als autonome Produzenten geteilten Wissens und Werts verstehen. Das könnte der große Beitrag der Wissensarbeiter und der Hacker zur Geschichte der modernen Arbeiterbewegung und der sozialen Bewegungen sein: Die Innovationen der Wissensarbeiter werden mit den historischen Traditionen des Widerstands, der Kreativität und Emanzipation der traditionellen Arbeiterklasse und der Bauern sowie mit den progressiven Teilen anderer Klassen zusammengebracht.

    Ganz neue Bündnisse sind denkbar: zum Beispiel das Zusammengehen konstruktiver und in allen Lebensbereichen verankerter Peer-Produktionsgemeinschaften, die die Saat der neuen Gesellschaft in der alten produzieren; mit sich neu mobilisierenden Massenbewegungen, die politische Vorschläge zur Veränderung zum Besseren machen, die in unserer Zeit tiefer kapitalistischer Krisen oft fehlen. Mit anderen Worten: Es geht um die Konvergenz jener gesellschaftlichen Kräfte, die sich der »Konstruktion des Neuen« und dem »Widerstand gegen das Alte« widmen. Diese Konvergenz wird die Energie und politisch-programmatische Vorstellungskraft hervorbringen, die die globalen Reform- und Veränderungsbewegungen wieder aufleben lassen.

    Auch das Zusammenwirken verschiedener globaler Kräfte kann zu neuen politischen und kulturellen Bündnissen führen: erstens diejenigen, die gegen das »Wegschließen« und die Privatisierung von Wissen kämpfen und zugleich neue Wissens-Commons produzieren; zweitens diejenigen, die sich für den nachhaltigen Umgang mit der Umwelt einsetzen; drittens diejenigen, die auf lokaler und globaler Ebene für soziale Gerechtigkeit kämpfen. Mit anderen Worten: Wir brauchen eine weltweite Allianz der neuen »Offenheits«-Bewegungen, der Umweltbewegungen und der traditionellen Bewegungen für soziale Gerechtigkeit und Emanzipation. Wir brauchen ein »großes Bündnis für die Commons«.

    Literatur

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    • Weber, Steve (2004): The Success of Open Source, Cambridge.
    1. Siehe auch den Beitrag von Christian Siefkes in diesem Buch (Anm. der Hg.).
    2. In dem Gespräch zwischen Brian Davey, Silke Helfrich, Wolfgang Höschele und Roberto Verzola wird das Thema Fülle aus der Perspektive der Commons vertieft (Anm. der Hg.).
    3. Wie dies geschieht, beschreiben neben anderen Autoren insbesondere Beatriz Busaniche und David Martin in diesem Buch (Anm. der Hg.).
    4. Ein Beispiel dafür ist das Thema Medikamente für vernachlässigte Krankheiten. Christine Godt, Christian Wagner Ahlfs und Peter Tinnemann greifen es in ihrem Beitrag
      auf (Anm. der Hg.).
    5. Vgl. dazu verschiedene Beiträge in diesem Buch wie die von Scherhorn, Padilla oder Alden Wily (Anm. der Hg.).
    6. Mehr dazu in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Genetic_Use_Restriction_Technology (Zugriff am 15.10.2011).
    7. Siehe dazu den Artikel von Geert de Pauw in diesem Buch (Anm. der Hg.).
    8. Siehe auch Gerhard Scherhorns Vorschlag in diesem Buch, ein commonsbasiertes Wettbewerbsrecht zu entwickeln (Anm. der Hg.).
    9. Ende der 1990er-Jahre begann IBM damit, seine Großcomputer für Linux zu entwickeln, was entsprechende Anpassungen in neuen Linux-Versionen (beginnend mit dem Linux Kernel 1.16.1 vom Dezember 1999) erforderlich machte. Im Januar 2000 verkündete IBM dann, eine Milliarde Dollar in Linux investieren zu wollen, und arbeitet seitdem eng mit der Linux-Community zusammen, siehe unter: http://www.linux-magazin.de/NEWS/ Gegen-alle-Widerstaende-IBM-feiert-10-Jahre-Linux-auf-System-z (Zugriff am 02.12. 2011) (Anm. der Hg.).
    10. Siehe unter: http://cuhistory.blogspot.com/2011/05/coming-micro-ownership-revolution.html (Zugriff am 15.10.2011).
    11. Ökonomen bezeichnen jene Kosten, die entstehen, um Tauschaktionen auf dem Markt anzubahnen, abzuwickeln und abzusichern, als Transaktionskosten. Dazu gehören etwa Informationsbeschaffung und Kommunikation, Kosten der Vertragsanbahnung, -gestaltung und -änderung, der Koordination und Abwicklung, Qualitäts- und Terminkontrolle, Preisgestaltung und vieles mehr. Kurz: alle Kosten, die mit der Durchsetzung von Verfügungsrechten verbunden sind (Anm. der Hg.).
    12. Siehe dazu den Beitrag von Antonio Tricarico und Heike Löschmann in diesem Buch (Anm. der Hg.).
    13. In ressourcenbasierten Wirtschaftsformen werden Ressourcen direkt dorthin geleitet, wo sie benötigt werden, oder sie werden direkt oder durch transparente Buchführung geldlos getauscht. Man kann argumentieren, dass eine Kombination vernetzter Kooperation mit offenem Management und Transparenz in Buchführung und Produktion die Nutzung von Geld zum Tausch von Ressourcen überflüssig macht.
    14. Als »forken« wird die Abspaltung eines Softwareprojekts von einem anderen bezeichnet, wobei der bisher entwickelte Code in das abgespaltete Projekt (»fork«) übernommen wird. Der Begriff wird vor allem in der Freien Software verwendet, wo »forken« aufgrund freier Lizenzen prinzipiell möglich ist, siehe unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Abspaltung_(Softwareentwicklung) (Zugriff am 02.12.2011) (Anm. der Hg.).